Projektingenieur Lutz Volmering ist mehr denn je überzeugt: „Ohne Wasserstoff funktioniert die Dekarbonisierung weder in der Mobilität noch in der energieintensiven Industrie – auch wenn noch unklar ist, wo der ganze Wasserstoff in Zukunft herkommen soll.“ Er nimmt die Einschätzung der anwesenden Expert:innen mit, dass wir in Deutschland vermutlich bei einer Importquote von etwa 80 Prozent auskommen werden. Für NRW könne die Quote sogar bei 90 Prozent liegen.
Was der Wasserstoff dann kosten wird, treibt vor allem den Mittelstand um, nahm Dr. Ulrich Misz wahr. Der Abteilungsleiter Brennstoffzellensysteme beim ZBT hatte den Eindruck, dass zum einen zu hohe Preise und zum anderen fehlende Anbindungsmöglichkeiten an das Wasserstoff-Kernnetz befürchtet werden.
„Zudem brauchen wir dringend Wasserstoff als Speichermedium“, hat Misz in Ennepetal herausgehört. Sollte Erdgas irgendwann auslaufen, brauche es in Deutschland definitiv einen Langzeitspeicher über mehrere Wochen bis Monate. Die benötigte Energiemenge könne mit Batterien nicht ansatzweise gespeichert werden.